EPAS Vernetzungstreffen im Innsbrucker Landhaus

von TFBS für Handel und Büro Kitzbühel
14. Oktober 2026

EPAS-Vernetzungstreffen im Innsbrucker Landhaus: Europa hautnah erleben 

Am Freitag, dem 9. Oktober 2026, trafen sich im Innsbrucker Landhaus Lehrpersonen und Schüler:innen aller 11 Tiroler Botschafterschulen des Europäischen Parlaments (EPAS) zu einem Vernetzungstreffen. Das Programm wurde vom Land Tirol, Europe Direct und dem Europäischen Parlament organisiert. Die TFBS Kitzbühel nahm mit einer Lehrerin und vier Schüler:innen teil. Im Mittelpunkt standen Europa, Demokratie und der direkte Austausch mit der Politik. 

Eröffnet wurde der Tag von Landtagspräsident Jakob Wolf (ÖVP) und der Europaabgeordneten Sophia Kircher (ÖVP). Beide betonten, wie wichtig es ist, dass sich junge Menschen schon in der Schule mit Europa beschäftigen. Die Werte und Freiheiten der EU seien für viele selbstverständlich geworden, müssten aber bekannt sein, um sie schützen zu können. Das Landhaus solle zudem ein Ort sein, an dem junge Menschen Fragen stellen und Politiker:innen auch fordern dürfen. 

Am Vormittag beschäftigten sich die Schüler:innen in einem Workshop mit den Themen, die die Europäische Union ausmachen, wobei besonders die Demokratie im Mittelpunkt stand. Dazu gab es eine Führung durch das Landhaus mit spannenden Einblicken in die Geschichte des Gebäudes und seine Bedeutung für die Politik in Tirol. Die Lehrkräfte hörten in dieser Zeit einen Vortrag von Europe Direct. 

Im Anschluss stellten sich Landtagspräsident Jakob Wolf, die SPÖ-Landtagsabgeordnete Elisabeth Fleischanderl und Georg Pfeifer, Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich, den Fragen der Teilnehmenden. So lernten die Schüler:innen die politische Arbeit und demokratische Entscheidungsprozesse besser kennen. Fleischanderl unterstrich dabei, dass Demokratie und die europäische Idee nie selbstverständlich sind und gerade gemeinsam mit jungen Menschen verteidigt werden müssen. 

Zu Mittag wurden alle Teilnehmenden zu Pizza und Salat eingeladen, eine gute Gelegenheit, sich mit den anderen Botschafterschulen auszutauschen, Ideen zu teilen und Kontakte zu knüpfen. 

Am Nachmittag ging es in einem weiteren Workshop um den Umgang mit Desinformation in sozialen Medien und die verantwortungsvolle Nutzung digitaler Plattformen. Dabei sprachen wir darüber, wie wichtig es ist, Informationen kritisch zu hinterfragen und seriöse Quellen zu erkennen. Die Lehrkräfte informierten sich währenddessen in einem Vortrag der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino über die Europaregion. 

Zum Programm: EPAS richtet sich an Schulen der Sekundarstufe II und will bei jungen Menschen das Bewusstsein für Europa, das Europäische Parlament und die europäische Demokratie stärken. In Österreich wird es vom Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments gemeinsam mit dem Bildungsministerium und dem Zentrum polis umgesetzt und umfasst mehr als 180 Schulen aus allen Bundesländern. Lehrkräfte koordinieren als Seniorbotschafter die Aktivitäten, Schüler:innen wirken als Juniorbotschafter bei der Organisation von Europa-Aktivitäten mit. 

Unser Fazit: ein sehr informativer, interessanter und lehrreicher Tag, der gezeigt hat, wie wichtig Demokratie, Medienkompetenz und die Europäische Union für uns alle sind.